SHG-Leukämie Landshut
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Erfahrungsbericht


Wir möchen uns bei Herrn L.* ganz herzlich für den nachfolgenden Erfahrungsbericht einer Stammzellspende bedanken!

Herr L. ließ sich in Landshut bei der Aktion der FFW typisieren und hat uns dankenswerter Weise folgenden Bericht für die Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Erfahrungsbericht Stammzellenspende in Ulm

Am 16.10.05 habe ich mich als möglicher Spender für Knochenmark typisieren lassen.

Im August 07 kam dann der Brief aus Ulm von der Spenderdatei, dass ich möglicherweise als Spender in Frage komme. Alle Untersuchungen haben dies bestätigt, so dass ich am XX.XX.07* zur körperlichen Untersuchung ob ich wirklich spenden kann und zum Aufklärungsgespräch nach Ulm ins Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Immungenetik gefahren bin.

Hier wurde ich von Dr. Reinhard betreut, der mir alle Details zum Spendenablauf inklusive der Maschinen erklärt hat. Besonders positiv hervorzuheben ist hier das Gefühl, dass sich wirklich so lange Zeit genommen wurde bis alle Fragen geklärt waren.

Es gibt 2 Möglichkeiten dem Kranken zu helfen:

  1. Entnahme von Knochenmark aus dem Hüftkamm unter Vollnarkose (ca. 3 tägiger Klinikaufentalt).

  2. Stammzellenspende. Hierbei wird das Blut durch eine Maschine geleitet und die Stammzellen aus dem Blut gefiltert. Um Stammzellen, die nur bei schweren Unfällen wie Verbrennungen oder großen Wunden im Blut vorhanden sind, zu erzeugen, musste ich mich vor der Spende 8 mal spritzen (2 mal täglich). Die Nebenwirkungen waren grippeähnlich, aber erträglich und sind schon während der Spende deutlich besser geworden. Auch arbeiten war kein Problem.

Aus dem Gespräch ergab sich, dass sowohl ich als auch das Transplantationszentrum eine Stammzellenspende wollen.

Die Untersuchungen in der Uniklinik Ulm war bestens organisiert.

Am XX.XX. kam das endgültige OK, dass ich als Spender geeignet bin und auch körperlich einer Spende nichts im Wege steht.

Mir wurde auch mitgeteilt, dass der Empfänger/die Empfängerin ab XX.XX. auf den Empfang der Spende vorbereitet wird. Bis zu diesem Tag sollte man endgültig zu seiner Entscheidung stehen. Ich fühlte mich zu keiner Zeit unter Druck gesetzt, sondern hatte immer das Gefühl alles freiwillig zu tun.

Am XX.XX. war es dann soweit. Die Aufregung war riesig hat sich aber dank der guten Betreuung schnell gelegt. Es wurde das Blut aus dem linken Arm entnommen und durch eine Maschine, die die Stammzellen rausgefiltert hat, in den rechten Arm zurückgeleitet.

Nach ca. 2 Stunden war klar, dass die Spritzen ihre Wirkung getan hatten und sich ausreichend Stammzellen gebildet hatten. Gegen 14:00 konnte ich das Institut verlassen und musste noch 2 Stunden warten bis die endgültigen Laborwerte über Qualität und Menge der Spende ermittelt waren.

Froh war ich als die Nachricht kam, dass alles OK ist und die Spende auf dem Weg zum Empfänger/ Empfängerin ist. Jetzt hoffe ich mit dem Patienten, dass es geholfen hat.

Insgesamt kann ich sagen, dass mit geringen persönlichen Einschränkungen hoffentlich ein Menschenleben gerettet werden kann.

 

 

* Es ist übliche Praxis, dass die Identitäten von Spender und Empfänger erst nach einer gewissen Zeit einander bekannt gegeben werden. Um dies zu gewährleisten wurden Namen und Datumsangaben entsprechend gelöscht.



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